Bericht 16  – Endlich etwas Entspannung

09.07.2020

An diesen wunderbaren Sommertagen wird uns bewusst, dass sich unser Alltag nun etwas anders anfühlt.

  • Die Stimmung auf unserem Vorplatz ist entspannt
  • Die vielen Abschrankungen sind deutlich kleiner geworden
  • Viele Leute sitzen im Schatten auf Bänken und unterhalten sich
  • Frohe Gespräche und verhaltenes Lachen sind zu hören


Nach vielen Wochen ist die grosse Anspannung endlich in den Hintergrund gerückt. Lassen Sie uns gemeinsam Hinhören, was die beiden Bewohnerinnen, die auf einem der Schattenbänkli sitzen zur aktuellen Situation zu berichten haben:
Die Entspannung der Corona-Pandemie ist nun gut spürbar, viele Aspekte tragen dazu bei:

  • Dass das Tragen von Masken im öV nun obligatorisch ist hilft - nun ist es für alle klar und wird fast selbstverständlich, dass man sich selbst und andere schützt
  • Die Besucherregelung im Haus ist fast schon normal geworden, wir wissen, dass Besuche sich anmelden müssen und uns viele Möglichkeiten offenstehen (im Zimmer, auf dem Vorplatz, im Nebengebäude)
  • Auch zu Aufenthalten ausserhalb des Hauses gibt es klare Regeln, die wir kennen. Wenn wir diese einhalten, ist ja wieder vieles möglich
  • Und…jaja, jetzt sind es nicht mehr nur die Alten, die im Zusammenhang mit der Pandemie erwähnt sind, jetzt sind es auch die Jungen
  • Wir stehen nun auch ein für uns, beteiligen uns an Diskussionen zur Ausbreitung der Pandemie und können unseren Wert in der Gesellschaft aufzeigen

 

Auch bei den Mitarbeitenden hat der Druck und die Anspannung nachgelassen. Auch sie finden sich innerhalb des Schutzkonzeptes nun gut zurecht, kennen die Regeln und halten sie ein. So entstehen neue Möglichkeiten, den Alltag der Bewohnenden zu gestalten. Neue Formen des Miteinanders sind gefunden.

  • Der Lift steht den Bewohnenden zur Verfügung, damit es nicht zu eng wird, nutzen Mitarbeitende vorwiegend die Treppe
  • Spaziergänge im Freien können gut gemacht werden, wenn die Distanz von 1.5 Meter nicht eingehalten werden kann, setzten sich die Mitarbeitende eine Maske auf
  • Kafferunden mit Bewohnenden im Garten können gut stattfinden, die Stühle werden einfach weit auseinandergeschoben


So haben wir auch entschieden, die Berichte zum Alltag nicht mehr wöchentlich zu verfassen, aber ganz sicher immer dann, wenn es etwas besonders Schönes, Spannendes oder Wichtiges zu berichten gibt.

Geniessen auch Sie die Entspannung, wir wissen nicht, was noch kommt

Bericht 15 – Nehmen Sie sich ein Beispiel!

01.07.2020

Nehmen Sie sich ein Beispiel!
Von den älteren Menschen können wir allemal was lernen Diesen Spruch haben wir alle im Verlauf des Lebens oft gehört!
In unserem Alltag bewahrheitet er sich immer wieder. So auch heute wie Sie auf dem Bild deutlich erkennen können



Herr D. ist bereit für seinen täglichen Spaziergang
Ohne eine Erinnerung zieht er seine Schutzmaske an, für seinen Spaziergang wählt er einen wenig begangenen Weg und zur Sicherheit hat er den Stock, seine Tasche und eine Jacke dabei.

Nehmen wir uns alle ein Besipiel!

Bericht 14 – Sommertage mit etwas Bauchweh

25.06.2020

Wie herrlich sind diese wunderbaren Sommertage!
Wie schön, dass wir auf unserem Vorplatz wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit haben, die viele Bewohnende geniessen können!



Und doch ist da dieses Bauchweh
Nein es kommt wohl nicht vom Glace. Vielmehr ist es die Sorge, dass noch nicht alles vorbei ist. Wir alle sind uns bewusst, dass das Covid-19-Virus sich ganz schnell wieder ausbreiten kann.
Daher sind und bleiben wir vorläufig so «kompliziert», wenn es um Besuche geht:

  • Jeder Besuch muss angemeldet sein
  • Bei jedem Besuch müssen die Schutzmassnahmen instruiert und eingehalten werden
  • Die Kontaktdaten aller Besuchenden müssen erfasst werden
  • Die Anzahl der Besuchenden bleibt limitiert


Danke für Ihr Verständnis

Bericht 13 – Geduld im Bienenhaus!

12.06.2020

Bei uns geht es zu und her wie in einem Bienenhaus!
Bei Bewohnenden und Angehörigen haben unsere Informationen zu den Lockerungen grosse Freude ausgelöst.

Endlich, endlich dürfen wir uns wieder näher kommen…

Wie bereits vergangene Woche angekündigt ist das Näherkommen jedoch nach wie vor an komplizierte Schutzmassnahmen geknüpft:

  • Jeder Besuch muss angemeldet sein
  • Die möglichen Besuche pro Tag sind limitiert
  • Bei jedem Besuch müssen Hygieneregeln eingehalten werden
  • Vor jeder Person, die das Haus betritt oder mit Bewohnenden in Kontakt kommt müssen die Kontaktdaten erfasst werden.


In unserem Bienenhaus gehen nun also täglich auf mehreren Kanälen oft gleichzeitig Anfragen und Anmeldungen zu Besuchen ein. Diese müssen wir sorgfältig koordinieren.

Gleichzeitig klingelt es am Eingang oft im Halbstundentakt und Besuchende freuen sich auf die Begegnung mit ihren Angehörigen. Ein munteres Treiben ist das.

Und die Geduld ist bei allen gefragt.
Denn nicht jeder Besuch kann zum gewünschten Zeitpunkt stattfinden, manchmal muss man noch ein paar Tage warten, bis man an der Reihe ist.
Und wenn Sie dann endlich vor der Türe stehen und sich auf die Begegnung freuen, müssen Sie warten, bis sie abgeholt werden, dann werden Sie genau instruiert und dann müssen Sie sich noch diese komplizierte Maske umbinden.

Und dann erst kommt die grosse Freude des Wiedersehens. Das ist dann oft so schön! Endlich wieder beim Vater im Zimmer, endlich wieder mit der Mutter die Blumen giessen oder der Tante persönlich zum Geburtstag gratulieren. Ja, die Geduld hat sich gelohnt!

Bericht 12 – Nach der Welle kommt die neue Normalität

04.06.2020


Wie sind wir alle froh, dass wir die gefürchtete Welle so gut überstanden haben. Keine infizierte Person im ganzen Haus!

Nun steht die nächste Herausforderung vor uns. Diese wird landauf landab mit dem Ausdruck der neuen Normalität beschrieben.

Eine neue Normalität in einem Alterszentrum, ist das nicht ein Wiederspruch in sich selbst?
Was unterscheidet die neue Normalität von der alten Normalität?

Es ist wie überall ein Schutzkonzept!

Und Schutzkonzepte, das haben wir inzwischen alle gelernt, sind kompliziert! So ist es auch mit unserem Schutzkonzept, das mehrere Seiten umfasst und in Kürze auf der Internetseite aufge-schaltet wird.

Das Schutzkonzept erlaubt uns, das Haus wieder etwas zu öffnen.
Aber eben nur etwas….

Und so bleiben wir auf den guten Austausch mit Ihnen allen angewiesen. Ganz besonders dann, wenn es darum geht, Begegnungen zwischen Ihnen und Ihren Angehörigen zu ermöglichen.
Die Faustregeln sind einfach:

  • Der Abstand von 2 Metern ist möglichst immer einzuhalten
  • Hände werden leider nicht geschüttelt, dafür umso gründlicher gewaschen
  • Schutzmasken werden gezielt in genau definierten Situationen eingesetzt


Dann geht es bei den Begegnungen aber vor allem um die Bedürfnisse und Möglichkeiten der ein-zelnen Bewohnenden.

  • Was brauchen sie, was tut ihnen gut?


In dieser Frage sind wir dankbar um den Austausch mit Ihnen. Wir haben schon bald mehrere Mög-lichkeiten die Begegnungen zu gestalten und werden sicher für alle die passende Form finden. An-fangs nächster Woche werden wir die Neuerungen auf der Internetseite aufschalten und den Ange-hörigen per Post zustellen.

Nach 12 langen Wochen würde es uns sehr freuen, wenn wir unter dieser Rubrik auch Beiträge, Bilder oder Anregungen von Ihnen veröffentlichen könnten.
Mögen Sie uns etwas zusenden?
Wie immer an die folgende Adresse:

Alterszentrum St. Peter und Paul
Werdgässchen 15
8004 Zürich
Bitte Javascript aktivieren!

Bericht 11 – Verunsicherung und Silberstreifen am Horizont

29.05.2020

Was ist richtig, was ist falsch? Was ist zu viel, was ist zu wenig? Was ist zu früh, was ist zu spät?
Das sind wichtige Fragen, die uns alle in den vergangenen Wochen fast täglich beschäftigen. Im Alltag tönt das etwa so:

  • Ist es richtig, dass wir unsere Bewohnenden immer und immer wieder dazu auffordern, doch daheim zu bleiben oder könnten wir ab und zu auch mal wegschauen?
  • Wie lange sollen neu eintretende Bewohnende in ihrem Zimmer isoliert bleiben? Ist eine Woche zu viel oder zu wenig?
  • Ist es wirklich noch zu früh für Mitarbeitende, sich zu wichtigen Besprechungen unter Einhalten des Abstandes persönlich zu treffen oder könnte man bedenkenlos damit wiederbeginnen?

Und doch sehen wir den Silberstreifen am Horizont-bald wird alles besser

Die Besuche in den Bersucherzonen bringen viele frohe Momente im Alltag
      


Nach Pfingsten ist die Auswahl bei den Mahlzeiten wieder deutlich grösser

Direkt vor dem Eingang zum Alterszentrum blühen wunderbare Blumen

Und nun kommt Pfingsten-trotz allem wie Jahr für Jahr

Gemeinsam hoffen wir auf einen unbeschwerten Frühsommer

Bericht 10 – Gereizt, angespannt und manchmal ganz zufrieden

22.05.2020

Die aktuelle Stimmung in Alterszentrum umschreiben wir als etwas gereizt und angespannt….

Bei Bewohnenden tönt das etwas so:

  • Was… schon sind wieder alle Zeitungen weg?
  • Wieso ist denn der Bundesrat ausgerechnet mit uns so streng?
  • Es ärgert mich, dass mein Physiotherapeut mich nur in einem abgeschlossenen Raum behandeln darf - ich möchte mit ihm nach draussen gehen


Bei Mitarbeitendentönt das etwa so:

  • Ich kann es nicht mehr hören, überall sollen wir Abstand halten
  • Es ist zum Verzweifeln, jedesmal wenn ich komme, ist wieder alles anders!
  • Immer mit diesen Masken zu arbeiten macht mich ganz krank, ich bekomme einfach zu wenig Luft
  • Schau dir meine Hände an… ganz rau vom vielen desinfizieren


Und auch von Besuchern und Angehörigen ist es zu hören:

  • Was…. wir können nicht vor dem Haus parkieren - in der ganzen Umgebung ist kein freier Parkplatz zu finden
  • Das ist ja wahnsinnig kompliziert mit diesen Besuchen
  • Wann endlich kann mir mein Vater all die wichtigen Dokumente wieder unterschreiben


Und manchmal sind wir alle ganz zufrieden.

  • Etwa dann wenn ein schöner Besuch trotz aller Schwierigkeiten gelingen kann
  • Oder wenn Bewohnende erzählen, wie schön es war, die Angehörigen wieder einmal zu sehen und mit einem breiten Lachen beifügen: «Durch die Glaswand habe ich ja kein Wort verstanden»
  • Oder wenn ein kleines Grüppchen von Bewohnenden (maximal 5 Personen) die Pflanzen in den Hochbeeten vor dem Haus pflegt
  • Und auch dann, wenn unsere langjährige Heimärztin auf jede Frage eine Antwort hat.

 

Bericht 9 – Schützen und geschützt werden - es ist ein Marathon

15.05.2020

Auch wenn wir es alle wissen, wahrhaben möchten wir es nicht. Die Corona-Pandemie ist ein Marathon, das Ende noch so weit weg.

Seit dem Mittwoch, 13.05. sind bei uns nun die ersten «Lockerungen» der strengen Anordnungen zur Pandemie umgesetzt. Das tönt ja erfreulich:

  • Das Besuchsverbot ist abgewandelt in eine Besuchsregelung,
    Sie können Ihre Angehörigen wieder sehen
  • Bei den Mahlzeiten haben die Bewohnenden wieder mehr
    Wahlmöglichkeiten
  • Die Coiffeuse, die Fusspflegerin und der Physiotherapeut
    können wieder ins Haus kommen
  • Besuche durch Seelsorgende sind wieder möglich

Über allem steht jedoch nach wie vor der wichtigste Grundsatz:

Schützen Sie sich und andere

Konkret heisst das innerhalb der oben genannten Lockerungen

  • Ja, sie können Ihre Angehörigen wieder sehen, jedoch muss
    dazu ein Termin abgemacht sein und der Abstand von 2 Metern
    muss unbedingt eingehalten werden. Möglich ist das in einer
    bezeichneten Zone im Freien oder in einem speziell eingerichteten
    Raum im Nebenhaus
  • Ja, es gibt wieder individuelle Portionen, Salat, Früchte und weiter
    kleine Leckereien aber, auch im Speisesaal muss der Abstand von
    2 Metern eingehalten werden, somit essen weiterhin ca 1/3 der
    Bewohnenden im Zimmer
  • Ja, sie können wieder zur Coiffeuse und zur Fusspflegerin aber
    beide sind an ein strenges Schutzkonzept gebunden: Masken
    werden getragen, nur eine Klientin darf im Beautysalon sitzen, alle
    Flächen und Instrumente werden regelmässig desinfiziert
  • Ja, der Physiotherapeut, der Pfarrer oder Ihr Arzt kann sie wieder
    besuchen. Aber auch hier gelten feste Regeln: Die Termine müssen
    im Voraus abgemacht werden und die Schutzmassnahmen
    eingehalten werden.


So sind wir also noch weit weg von einem normalen Alltag!

  • Das Wiedersehen mit Angehörigen ist gewöhnungsbedürftig und
    kann viel Unsicherheit auf beiden Seiten auslösen
  • Da nun alle gleichzeitig zum Coiffeur gehen möchten müssen
    viele auf einen Termin warten während andere schon wieder top
    gestylt sind
  • Und der Pfarrer mit einem Mundschutz…das kommt uns nun
    doch wirklich komisch vor


Bitte liebe Angehörige, halten Sie mit uns diesen Marathon noch etwas aus, nur gemeinsam kommen wir irgendwann ans Ziel.

 

Bericht 8 – Lockerung - wie geht denn das?

06.05.2020

Liebe Angehörige-sicher haben auch Sie es gehört, am Donnerstag, 30. April war Herr Bundesrat Alain Berset in Zürich zu Besuch. Ja, er hat gar eines der städtischen Altersheime besucht und sich mit einer Bewohnerin unterhalten.

Im Anschluss an diesen Besuch hat die Gesundheitsdirektion von Kanton Zürich von den ersten Lockerungen in den Alters- und Pflegeheimen gesprochen.
Da wurden wunderbar Lockerungen in Aussicht gestellt

– Das Besuchsverbot wird gelockert, es gibt nun eine Besuchsregelung
– Coiffeusen und Fusspflegerinnen dürfen auch in Altersheimen
   wieder arbeiten


Das war ein Lichtblick für Angehörige, für Bewohnende und auch für uns Verantwortliche und Mitar-beitende vom Alterszentrum St. Peter und Paul.

Beim genauere Studieren der vielen, ausführlichen Anordnungen der Gesundheitsdirektion haben wir gemerkt…so einfach ist das mit der Lockerung nicht.

Alle Lockerungsschritte sind an strenge Schutzmassnahmen gebunden, denn nach wie vor ist die Gefahr der Pandemie noch nicht unter Kontrolle. Mit Hochdruck bereiten wir die nächsten Schritte vor, damit die Bewohnenden, Sie und auch wir weiterhin möglichst gut geschützt sind.
Auch das braucht leider wieder Zeit und so müssen wir die Frage: «Wann kann ich wieder zum Coiffeur?» nach wie vor mit der unbeliebten Aussage: «Wir können es noch nicht genau sagen» beantworten.

Trotz allem, wichtige erste Schritte der Lockerung sind in unseren Alltag eingekehrt:
– Seit Sonntag gibt es wieder frische Früchte in Hülle und Fülle
– Zu Frühstück gibt es wieder ein Ei
– Am Dienstag konnten wir in der Cafeteria der Film
  «Käserei in der Fehfreude» zeigen
– Und zum Muttertag gibt es ein emotionales Konzert
   in einer Form, die alle Bewohnenden hören können.


Und uns alle, Bewohnende, Mitarbeitende und auch Sie verbindet die wichtige Haltung

Schützen und geschützt werden

dazu berichten wir Ihnen bei nächster Gelegenheit.

Bericht 7 – Gemeinschaft und kleine Freuden in Isolation

30.04.2020

Es dauert und dauert und will nicht enden… Wer hätte gedacht, dass der Ausnahmezustand so lange anhält und ein Ende noch gar nicht in Sicht ist. Wie nur soll man damit umgehen?

Heute berichten zwei Bewohnende aus ihrem veränderten Alltag:
Frau C. hat dazu einen kleinen Bericht verfasst:

Herr B. hat mir davon berichtet:
«Als leidenschaftlicher Maler mache ich das Beste aus der Situation. Ein paar Stifte und etwas Papier habe ich schon noch und so habe ich gemalt, was in mein Blickfeld gerückt ist»
Nun zeigt er mir zwei Bilder:
Eines zeigt den wunderschönen Blumenstrauss, den ihm seine Tochter zu Ostern geschickt hat. «Und sehen Sie hier auf meinem Pult, da stehen noch die letzten Blumen aus diesem Strauss».
Und dann folgt das zweite Bild:
Es zeigt den Blick aus seinem Fenster, der nahe Kirchturm ist zu sehen in schönstem Frühsommerlicht. «Ja das Papier ist natürlich nicht das beste und eigentlich sollte man die Farben nun auch noch fixieren, aber eben…».
Erfüllt von der Schönheit der Bilder verabschiede ich mich von Herrn B. Es war wohltuend, ihm zuzuhören und die ganze Energie in seinen Augen zu sehen.       

Leider sind wir noch nicht am Ende des Weges angekommen, die Pandemie wird uns noch weiter begleiten. Auf der Suche nach Gemeinschaft und kleinen Freuden werden wir weiterhin auf die konsequente Einhaltung der vom BAG empfohlenen Schutzmassnahmen achten.

Bericht 6 – Genuss mit Abstand

22.04.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

Schauen Sie sich das Bild an….. ein Live-Konzert auf der Leinwand in unserer Cafeteria!
Und schauen Sie, wie die Zuschauenden/hörenden platziert sind -ja genau, immer schön mit 2 Meter Abstand!
Und sehen Sie auch, wie ganz und gar die Konzentration der Zuschauenden/hörenden auf das Bild gerichtet ist?

Sehen Sie, das ist nur ein Beispiel dafür, dass der Spagat zwischen den strengen Vorgaben des Bundes und des Kantons und der Lebensqualität im Alterszentrum St. Peter und Paul auch ganz gut gelingen kann.

Und, es lohnt sich! Auch Dank der konsequenten Einhaltung des sozialen Abstandes von 2 Metern
ist in unserem Haus bis zum heutigen Tag noch niemand, also keine Bewohnende und keine Mitarbeitenden, am gefürchteten Virus erkrankt.

Bericht 5 – Von Freuden und Ärgernissen

16.04.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

Wie immer gehören Freuden uns Ärgernisse zu unserem Alltag. Vielleicht werden sie in der Zeit der Pandemie intensiver erlebt?
Hier können Sie von einzelne Beispiel erfahren

Rings ums Osterfest
Wie schön war es doch, dass die Kirchenglocken zu den üblichen Zeiten geläutet haben. Kräftig wie immer ein Zeichen dafür, dass nicht alles vom Virus verschlungen wird.
Wie schön war es für viele Bewohnende, dass sie so schöne, bunte Ostergrüsse empfangen durften.
Und wie ärgerlich war es, wenn in einem liebevoll hergerichteten Osternest der Hase geschmolzen war, bevor das Nest gefunden wurde:

Rings ums Essen
Wir ärgerlich, irritierend und verunsichernd war es, als wir vor 4 Wochen alle Abläufe rings ums Essen angepasst haben: Alle Sitzplätze wurden verändert, viele Bewohnende müssen zu allen Mahlzeiten im Zimmer bleiben, das beliebte Salatbuffet musste gestrichen werden und auch die Auswahl bei den Mahlzeiten musste deutlich reduziert werden.
Und heute ein paar Wochen später freuen sich viele Bewohnende an den einfachen und doch so schmackhaften Speisen. Wenn es eine knusprige Rösti zum Nachtessen gibt, verarbeiten die Mitarbeitenden der Verpflegung grad 20 Kilo Kartoffeln, so beliebt ist dieses traditionelle Gericht.

Rings ums Abstandhalten
Und dann das leidige Thema vom Abstandhalten! Wo immer sich Bewohnende und/oder Mitarbei-tende begegnen achten wir exakt darauf den Abstand von 2 Metern einzuhalten. Und egal, wie genau wir es nehmen, wir fallen alle immer wieder rein. «Was, bei der Übertragung des Gottesdienstes in der Kapelle gilt das auch?», « Was, wenn wir draussen auf einem Bänkli sitzen gilt das auch?», «Was, wenn ich an der Eingangstüre etwas abgeben möchte, gilt das auch», «Was, wenn wir nur kurz etwas miteinander sprechen gilt das auch?» so oder ähnlich tönt es täglich an vielen Orten im Haus. Und wenn eine Person auf die Abstandsregeln aufmerksam macht, führt das immer mal wieder zu einem Ärger.
Aber…es lohnt sich. Im Zusammenhang mit dem Abstandhalten kann ich heute auch unsere grösste Freude verkünden:
Bis zum heutigen Tag ist in unserem Haus noch niemand, also keine Bewohnende und keine Mitarbeitenden, am gefürchteten Virus erkrankt.


Bericht 4 – Ein guter Stern über dem Alterszentrum

07.04.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

In den Tagen vor Ostern sind wir dankbar! Dankbar, dass das gefürchtete Virus ins unserem Haus bis heute nicht nachgewiesen wurde.
Ist es ein guter Stern der über unserem Haus steht?
Oder sind es die grossen Bemühungen aller Beteiligter?
Wie auch immer, wir sind uns SEHR bewusst, wie stark es auf jede und jeden von uns nun ankommt.

Klar und deutlich hören wir die stets neuen Ermahnungen vom Bund und dem Kanton.
Seit dem 03.04. sind wir aufgefordert, noch konsequenter dafür zu sorgen, dass alle Bewohnenden daheimbleiben. Neu heisst die Anordnung: Heimbewohnerinnen und -bewohner sollten das Heimgelände nicht verlassen.

Auch auf diese Anordnung haben wir nun reagiert indem wir einen Aussenbereich vor dem Heim absperren und ausschliesslich für Bewohnende zugänglich machen.
So möchten wir den Bewohnenden ein Stück an Lebensqualität zurückgeben.
Natürlich entstehen so auch neue Gefahren…die Verlockung ist gross, sich an der Absperrung mit lieben Menschen zu treffen. Das jedoch dürfen wir nicht zulassen.

Also liebe Angehörige, bitte helfen sie uns weiterhin, die Bewohnenden vor Ansteckung zu schützen! Bleiben Sie Ihnen noch eine Weile fern!

Falls Sie einen lieben Gruss abgeben möchten, können Sie das weiterhin tun. Allerdings finden Sie die «Abgabestation» nun ausserhalb des abgesperrten Areals. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich nicht mehr zur Eingangstüre begeben.

Weiterhin beantworten wir Ihre Fragen gerne am Telefon oder organisieren mit Ihnen und Ihren An-gehörigen einen Video-Anruf.

Das strikte Einhalten der strengen Massnahmen lässt uns hoffen, dass wir weiterhin zuversichtlich auf die kommenden Wochen blicken können.

Bericht 3 – S isch scho rächt eso...

01.04.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

Wir staunen jeden Tag…
Das neue Leben im Alterszentrum ist inzwischen schon fast normal geworden.
Unglaublich, wie anpassungsfähig auch Menschen im hohen Alter noch sind. Ruhig und entspannt gehen die Bewohnenden dem veränderten Alltag nach.
Alle haben sich daran gewöhnt, dass sie nicht mehr an ihrem «normalen» Platz im Speisesaal sitzen.
Viele nutzen die bescheidenen internen Angebote ganz regelmässig.
Was uns geblieben ist, ist die Übertragung des Gottesdienstes aus der St. Peter und Paul Kirche. Pünktlich um 09.15 beginnt jeden Morgen die heilige Messe in der nahen Kirche. Via einer direkten live-Schaltung in die Kirche, können Bewohnende diese Messe an den Bildschirmen in der Kapelle und der Stube im 1. Stock verfolgen.
Auch die zwei täglichen Angebote der Aktivierung (10.00 und 15.00 Uhr) besuchen viele Bewohnende täglich und erfreuen sich daran.

Schön ist ja auch, dass man in unserem Haus den immer gleichen Menschen begegnet, die kennt man alle und weiss, woran man ist.

Eine schöne Abwechslung im Alltag sind die vielen Päckli, die der Pöstler jeden Tag zu uns bringt.
Auch über viele liebevolle kleine Geschenke, die vor der Eingangstüre deponiert werden, freuen sich die Bewohnenden sehr.

So kommt es, dass eine ruhige und friedliche Stimmung im Haus herrscht.
Wenn ich Bewohnende danach frage, wie es ihnen in dieser aussergewöhnlichen Situation so geht, bekomme ich immer wieder die Antwort: «Es isch scho rächt eso!».

Wir freuen uns daran, dass wir bis heute vor Krankheitsfällen verschont sind. Und ja, so wie es die Gesundheitsdirektion empfohlen hat, sprechen wir mit Bewohnenden auch darüber, welche Betreuung und Behandlung sie sich im Fall einer Erkrankung wünschen würde. Das sind wunderbare und eindrückliche Gespräche.

Bericht 2 – Es dauert und dauert…

26.03.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

Es dauert und dauert…
Eigentlich hatten schon alle genug vom Besuchsverbot, als am 20.03. die Aufforderung des Bundes dazu kam, dass Menschen über 65 das Haus nun gar nicht mehr verlassen sollten.
Für viele der Bewohnenden ist das sehr schwer zu verstehen!
Und doch, wir halten daran fest! Wir sind etwas stur geworden, lassen niemanden mehr ins Haus hinein und bitten alle Bewohnenden immer wieder doch drinnen zu bleiben.

Denn… es gibt für diese Woche eine frohe Botschaft:
Bis zum heutigen Tag wurde noch NIEMAND positiv auf COVID-19 getestet, nicht bei den Mitarbeitenden und nicht bei Bewohnenden.

Im Alltag gibt es nun viel «Postsalat»: Briefkästen werden nicht mehr geleert und Rechnungen flattern durch die Zimmer. Hier suchen wir nach individuellen Lösungen. Schreiben Sie uns also, wenn wir an Ihrer Stelle einen Briefkasten leeren, Ihnen Post weiterleiten oder die Rechnungsadresse anpassen sollen.

Geburtstage gab es auch schon...rund und ganz hohe…
Die Geburtstage sind ein bisschen einsam geworden - ohne Angehörige ist das aussergewöhnlich.
Jedoch, die Namen der Jubilare werden auf Wunsch beim Mittagsgebet öffentlich bekannt gegeben, die Bewohnenden gratulieren sich gegenseitig und manchmal ertönt sogar ein gesungenes «happy birthday» durchs Haus.

Ein ergreifender Moment war am Mittwoch, 25.03. um 12.00 als eine Bewohnerin vorgeschlagen hatte in das weltweit vorgeschlagene «Vater unser» gegen Corona einzustimmen. Gemeinsam wurde es im Speisesaal gesprochen.

Bericht 1 – Plötzlich ist alles ganz anders…

20.03.2020

Zum Alltag in der Zeit der Pandemie

Noch vor einer Woche konnten wir uns kaum vorstellen, dass ein Besuchsverbot für Alterszentren ausgesprochen werden muss, inzwischen haben wir uns schon fast daran gewöhnt!

Am Montag ist nun «ein Ruck durchs Land gegangen» den wir bis in unseren Alltag gespürt haben.

Niemand sollte mehr nach draussen gehen-wo es doch gerade Frühling wird…

Die Gemeinschaften im Speisesaal wurden aufgelöst-viele Menschen essen nun in ihren Zimmern

Und das Personal ist so angespannt…

Und doch gibt es auch jeden Tag ganz schöne Momente

Bewohnende sprechen sich und uns Mut zu: «das schaffen wir schon zusammen»

Angehörige reagieren mit viel Verständnis auf die Einschränkungen-hie und da geben sie an der Eingangstüre liebevolle Geschenke ab

In der nahen Kirche wird täglich ein Gottesdienst nur für unser Haus gefeiert, der auf die Bildschirme bei uns übertragen wird

 

Aus der Isolation senden wir Ihnen allen herzliche Grüsse und danke für alle guten Gedanken, die Sie zu uns schicken.